Fahrsimulator und mobiles EEG

Essener eufom Studierende auf Exkursion im ifADo

Hirnströme messen am mobilen EEG (Foto: ifADo)
Hirnströme messen am mobilen EEG (Foto: ifADo)

Welche Faktoren stören unsere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr? Wie lassen sich diese Störfaktoren auf das Arbeitsleben übertragen? Und wie wirken sich demografische Unterschiede dabei aus? Diese und viele weitere Fragen standen im Mittelpunkt einer Exkursion von Essener eufom Studierenden des Bachelor-Studiengangs „European Business & Psychology“ zum Leibniz Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo).  

Das Institut betrachtet zum einen Grundlagen physischer und psychischer Vorgänge – insbesondere der Leber, des Gehirns, des Immunsystems sowie des gesamten Bewegungs- und Sinnesapparats. Zum anderen untersucht das IfADo praktische Zusammenhänge in der Arbeitswelt: Wie gestaltet sich ein ergonomisch gesunder Arbeitsplatz? Welchen Einfluss haben Faktoren wie Stress und Veränderungen im Alter auf Arbeitsleistungen und die Gesundheit? Welche Schadstoffgrenzwerte gelten für Arbeit und Umwelt?

In sieben Kurzvorträgen präsentierten Mitarbeiter des Instituts den Studierenden ihre Forschungsthemen. Ein Programmpunkt, der für besonders viel Begeisterung sorgte: Die Studierenden durften im Fahrsimulator Platz nehmen und live erleben, welche Störfaktoren unsere Aufmerksamkeit im Straßenverkehr beeinflussen. Beispielsweise lenkt uns laute Musik im Auto beim Fahren ab – genauso wie uns laute Musik oder Lärm im Büro beim Arbeiten ablenkt. Weiterer Fakt: Ältere Menschen lassen sich leichter ablenken und sind geräuschempfindlicher als jüngere.

An einem mobilen EEG und mithilfe gemessener Hirnströme erlebten die Studierenden wie sich die kognitive Leistungsfähigkeit beispielsweise unter erhöhter körperlicher Anstrengung und Belastung verändert. Demnach steht unter anderem fest: Wissensfragen können wir schlechter beantworten, wenn wir gleichzeitig auf dem Laufband joggen gehen.

„Der Besuch des ifADo war für unsere Studierenden eine perfekte Ergänzung zu den Themen, die in den Vorlesungen behandelt werden und brachte ihnen wertvolle Einblicke in die aktuelle Forschungsarbeit des Instituts“, so eufom Studienberater Björn Duggen, der die Studierenden nach Dortmund begleitete. 

Exkursionen zu Instituten und Forschungseinrichtungen, aber auch Besuche bei Unternehmen stehen immer wieder auf dem Stundenplan der eufom Studierenden und liefern ergänzend zu den Vorlesungen weitere vertiefende Einblicke in die Arbeitswelt. 

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