Fünf Fragen an…

Prof. Dr. Angela Witt-Bartsch: Academic Coach an der eufom in München

Wie bereitet man sich auf Klausuren vor? Warum ist Feedback im Studium so wichtig? Und wie geht es eigentlich nach dem Studium weiter? Fragen über Fragen, mit denen sich junge Menschen im Laufe ihres Studiums beschäftigen. Bei ihrer Suche nach Antworten werden sie an der eufom Business School unterstützt durch Academic Coaches wie Prof. Dr. Angela Witt-Bartsch. Die Münchner Dozentin berichtet im Interview, wie sie die Studierenden auf ihrem Weg begleitet.

Frau Prof. Dr. Witt-Bartsch, wie verstehen Sie Ihre Rolle als Academic Coach?
Vom ersten Tag des Studiums bis zum Bachelor-Abschluss bin ich für die Münchner eufom Studierenden Ansprechpartnerin zu allen Fragen rund um die Themen Studium und Karriere.

Weshalb ist die individuelle Betreuung für Studierende wichtig?
Für die meisten ist es ein großer Schritt vom Abitur ins Studium. Dadurch, dass man mehr Freiheiten hat als in der Schulzeit, ist man im eigenen Selbst- und Zeitmanagement aber auch deutlich mehr gefordert. Daher wünschen sich besonders junge Menschen in dieser Lebensphase einen Ansprechpartner.

Prof. Dr. Angela Witt-Bartsch (Foto: Privat)

Verändern sich die Anliegen der Studierenden im Verlauf der Semester?
Ja. Am Anfang des Studiums spreche ich mit ihnen eher über Lernstrategien und organisatorische Themen. Je näher die Bachelor-Arbeit rückt, desto mehr beschäftigen sich die Studierenden mit ihrer beruflichen Zukunft. Ich unterstütze sie dann bei der Identifikation persönlicher Stärken und Schwächen und bei der Strukturierung ihres Karriereplans.

Ist ein Karriereplan so früh tatsächlich schon nötig?
Ich rege die Studierenden an, sich frühzeitig Gedanken zu machen: Möchte ich später als Chef arbeiten? Im Ausland? Oder lieber ein Start-up gründen? Sehe ich meine Zukunft im Personalwesen oder Marketing? Auf solche Fragen kennen die wenigsten bereits zum Start ihres Studiums schon eine Antwort. Aber der Gedanke reift in den Köpfen jedes Einzelnen und mit der Zeit entwickelt jeder seine eigenen Wünsche und Ziele. Bei Bedarf simuliere ich mit Studierenden auch Bewerbungsgespräche und gebe Feedback.

Warum ist Feedback so wichtig?
Um sich weiterzuentwickeln und andere Sichtweisen kennen- und akzeptieren zu lernen. Dabei ist es hilfreich zu erfahren, welches Bild zum Beispiel Kommilitonen und Dozenten, aber auch Freunde oder Familienmitglieder von einem haben. Daraus kann jeder viel für sich selbst ableiten und dann an sich arbeiten.