Europastaatssekretär des Landes Hessen zu Gast an der eufom Frankfurt

Hoher Besuch bei Lehrveranstaltung „Europarecht“

eufom Business School Frankfurt Der Europastaatssekretär des Landes Hessen Mark Weinmeister

Studierende der eufom Business School Frankfurt empfingen in ihrer Lehrveranstaltung „Europarecht“ hohen Besuch: Der Europastaatssekretär des Landes Hessen Mark Weinmeister war zu Gast, um mit den Studierenden über Themen, die Europa aktuell bewegen, zu diskutieren.

Nach einer kurzen Vorstellung durch den Kursleiter Prof. Dr. Wirbelauer übernahm Staatssekretär Weinmeister die Veranstaltung und zeichnete als studierter Historiker die historischen Entwicklungslinien nach, die die Gründungsinitiativen zu einem gemeinsamen Europa bestimmten.

Der heutigen Generation sei die hohe Bedeutung eines gemeinsamen Europas kaum noch bewusst. Weinmeister bestärkte die Studierenden sich stärker für Europa zu engagieren, denn die junge Generation dürfe es nicht der alten Generation überlassen, über die gemeinsame Zukunft zu bestimmen, so wie es in Großbritannien im Rahmen der Brexit-Abstimmung geschehen sei. Weitere Themen waren die ursprünglich vorgesehenen europäischen Stabilitätskriterien des Vertrages von Maastricht, die Abläufe der europäischen Haushaltsverhandlungen und die Bedeutung des europäischen Strukturfonds für die Förderung strukturschwacher Regionen in Hessen.

Auf die Frage hin, mit welchen Vorgängen er derzeit in Brüssel befasst sei, ging Staatssekretär Weinmeister als Beispiel auf die künftige Definition kleiner und mittelständischer Unternehmen als Grundlage entsprechender EU Förderprogramme ein. Als Europastaatssekretär werbe er in Brüssel in erster Linie für die Interessen Hessens und damit auch der hessischen Industrie. Der reine Blick auf die Arbeitnehmeranzahl zu Definition eines Unternehmens als klein oder mittelständisch sei aufgrund der branchenbedingten Unterschiede der Situation nicht mehr angemessen. Gerade Unternehmen der Chemieindustrie -eines für Hessen besonders wichtigen Industriezweiges- seien im Rahmen der bisherigen Definition mittelständischer Unternehmen der Kommission bis zu einer Beschäftigtenzahl von 249 Mitarbeitern überhaupt nicht existenzfähig. Zugleich handele es sich um eine sehr innovationsstarke Industrie mit hohen Forschung- und Entwicklungskosten und daher auch einen hohen Bedarf an Fördermitteln. Den Blick auf diese Situation zu lenken, habe in den vergangenen Monaten u.a. zu seinen Aufgaben gehört. Man wolle künftig den Begriff des mittelständischen Unternehmens durch die Unternehmenskategorie der „Mid Caps“ erweitern.

Zum Ende seines Besuches diskutierte Staatssekretär Weinmeister noch auf Rückfragen von Kursteilnehmern die Möglichkeiten für Praktika und auch berufliche Perspektiven in Brüssel. Staatssekretär Weinmeister wies auf die vielen Möglichkeiten für Fortbildungsreisen aber auch Praktika in der hessischen Landesvertretung, im Parlament und auch in den Büros der aus Hessen stammenden EU Parlamentarier hin. Außerdem unterstütze die hessische Landesvertretung Studierende und andere Interessenten dabei, an anderer Stelle in Brüssel die Möglichkeit für ein Praktikum zu bekommen.

Die eufom Business School in Frankfurt bietet derzeit drei Studiengänge an: Business Psychology, International Business Management und Marketing & Digital Media. Informationen und Anmeldung für eine Studienberatung oder eine Infoveranstaltung unter: www.eufom.de.