Ein Studium als beste Voraussetzung, um morgen die Welt zu verändern

Warum die Wahl des Studienfachs ein aktivistischer Akt ist

Viele Abiturient*innen fragen sich: Will ich ein Fach studieren, mit dem ich später im Job viel Geld verdienen kann und muss dabei der Idealismus auf der Strecke bleiben? Dabei schließen sich ein gutes Gehalt und Aktivismus nicht aus. Eine Bestandsaufnahme.

Studium aktivistischer Akt

Wer glaubt, dass die Abiturprüfungen schwierig waren, hat sich folgende Fragen noch nicht gestellt: Was will ich mit meinem Leben eigentlich anstellen? Und muss ich mich wirklich entscheiden, ob ich Geld verdienen oder die Welt positiv verändern will? Diese Fragen beruhen auf der Annahme, dass man beispielsweise Umweltschutz nur vorantreiben kann, wenn man bei einer Nichtregierungsorganisation arbeitet.

Dabei arbeiten Personen, die ganz unterschiedlich aktivistisch arbeiten, nicht nur in Stiftungen und gemeinnützigen Vereinen, sondern auch in der Wissenschaft, der Forschung, in der freien Marktwirtschaft oder als Jurist*innen. Um die Welt ein bisschen gerechter, grüner, sauberer und mobiler zu machen braucht es Menschen in Führungs- und Entscheidungspositionen. Und um dahin zu kommen, kann es helfen, das Richtige zu studieren.

Wenn du das System verändern willst,

musst du es zuerst verstehen

Okay, zugegeben: Ganz so leicht ist die Wahl des perfekten Studienganges leider nicht. Denn ein Studienfach sollte in erster Linie aufgrund eigener Interessen, Vorlieben und ja, auch Talenten gewählt werden. Wenn es dir aber wichtig ist, nicht nur etwas Neues zu lernen, sondern mit diesem Wissen auch etwas zu bewegen, solltest du dich fragen: Welches Studium befähigt mich, im späteren Job wirklich etwas zu verändern? Und in welcher Position sollte ich dann arbeiten? Was ist der langfristige Plan?

Einer, der seinen beruflichen Werdegang so strategisch plant, ist Franz Kibgies. Er studiert International Business Management an der eufom, der Business School der FOM Hochschule, mit dem klaren Ziel, nach dem Studium in einer Führungsposition arbeiten zu können, in der er Entscheidungen treffen und somit etwas verändern kann. Aber auch das Finanzielle sollte stimmen, sagt Frank: "Für mich ist beides wichtig: Finanzielle Unabhängigkeit und die Möglichkeit, etwas erreichen zu können."

Nach dem Abitur war er ein Jahr lang in Island und Schweden unterwegs, hat in der Gastronomie und Hotellerie gearbeitet. Dabei ist ihm bewusst geworden, wie sehr er es schätzt, immer wieder neue Menschen und Kulturen kennen zu lernen. Der Entschluss für ein Wirtschaftsstudium mit internationalem Fokus lag nah. Wirtschaft? Kann man damit wirklich einen Beitrag leisten, um die Welt zu verbessern? "Viele meiner Studieninhalte beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit auf ganz verschiedenen Ebenen, da kommt die Frage der Ethik von alleine", sagt Frank. "Wir tragen alle eine Verantwortung."

"Viele meiner Studieninhalte beschäftigen sich mit Nachhaltigkeit auf ganz verschiedenen Ebenen, da kommt die Frage der Ethik von alleine"

Frank Kibgies, Student

Dass Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch im Wirtschaftsstudium eine Rolle spielen, liegt nicht nur daran, dass sich Studierende für beispielsweise wissenschaftliche Arbeiten die Themen selbst aussuchen können, sondern auch an Hochschulen wie der eufom Business School: "Ich habe direkt im ersten Semester schon Seminare zu Nachhaltigkeit und Wirtschaftsethik im globalen Kontext besucht. Man merkt, dass sich Studierende auch in meiner Fachrichtung immer mehr für diese Themen interessieren", sagt Frank.

Frank Kibgies studiert International Business Management. Foto: privat

Schaut man sich den Lehrplan seines Studienganges an, stellt man fest, dass es nicht nur bei Wirtschaftsethik bleibt: Themen wie Sustainability Leadership, Green Investment, Social Entrepreneurship und Innovationsmanagement sind fest im Studienplan verankert. Und das mache ja auch Sinn, sagt Frank: "Es gibt heute kaum noch wirkliche Innovationen, bei denen das Thema Nachhaltigkeit nicht berücksichtigt wird."

Der Studiengang von Frank ist nicht der einzige, bei dem ethische Debatten bereits im Lehrplan angelegt sind, obwohl man es auf den ersten Blick vielleicht nicht erwartet. Der Bachelorstudiengang Law & Digital Business, vergeben durch die FOM Hochschule, beschäftigt sich zum Beispiel mit der Frage, wie Recht und Digitalisierung ineinandergreifen oder wie grünes Investment funktioniert – Themenkomplexe, die bereits heute wichtig und  in Zukunft nicht mehr wegzudenken sind: Im Schwerpunkt Social Media Recht diskutieren die Studierenden beispielsweise über die Zensur von Social Media Plattformen – wer hier später im Berufsleben Expert*in ist, kann politisch einen Unterschied machen und wichtige Debatten prägen. Veränderung und Fortschritt, beispielsweise in der freien Wirtschaft, funktionieren eben nur, wenn man die Theorien versteht, auf denen das System aufgebaut ist – und aktuelle Herausforderungen nicht ignoriert: Soziale Ungerechtigkeit, Klimawandel, Digitalisierung, Konsum.

Soziales Engagement wird aber auch bereits im Studium belohnt. Statt eines Praktikums in einer Kanzlei oder in der juristischen Abteilung eines großen Unternehmens kann man sich bei einem Sozialprojekt engagieren.

Veränderung: Erst persönlich, dann das Klima?

Die Theorie und das fachliche Wissen ist das eine. Wer wirklich etwas verändern will, sollte aber auch verstehen, wie man selber so tickt: "Ich sehe das oft in Gruppenarbeiten. Da gibt es die, die vorpreschen und andere richtig gut motivieren können, es gibt die Strategen im Hintergrund, die, die lieber denken und die, die lieber präsentieren. Die Uni ist auch ein Ort, um jede Rolle auszuprobieren und herauszufinden, welche gut zu einem passt", sagt Frank. Denn wie will man wirklich das, wofür man brennt, voranbringen, wenn man nicht weiß, welche Rolle gut zur eigenen Persönlichkeit passt?

Deswegen werden Angebote der Hochschulen zur eigenen Identitätsbildung immer wichtiger. Bei einigen Hochschulen gibt es neben dem eigentlichen Studienfach für jede*n Student*in Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. "In meinem Studium gibt es das Professional Development Programme, kurz PDP", erzählt Frank. "Ich habe gelernt, Feedback anzunehmen und zu geben, selbstsicher aufzutreten. Wir gehen gemeinsam auf Exkursionen, lernen Unternehmen von innen kennen. Mich hat das auf jeden Fall weitergebracht", sagt Frank. Das Ziel der Hochschulen ist damit nicht nur, gängige Soft Skills zu lehren, sondern auch zu zeigen, dass Führungs- und Managementpositionen von ganz unterschiedlichen Persönlichkeiten gleich gut besetzt werden können: Von Vor-Denker*innen, von Aktivist*innen, von Strateg*innen. Führung sollte vielfältig sein.

Das FOM Hochschulzentrum Düsseldorf. Foto: Dirk Krüll

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es

Mindestens genauso wichtig wie der passende Studiengang und die Persönlichkeitsentwicklung ist aber auch, sich Verbündete zu suchen und sich auszutauschen. Denn Aktivismus und Wirtschaftsstudium schließen sich nicht aus - viele Unis haben eigene Initiativen, in denen sich Studierende engagieren können. Soziales Engagement außerhalb der Uni wird oft gefördert und kann mit Creditpoints belohnt werden. Auch ein Nebenjob in dem Bereich, in dem man später einmal arbeiten will, kann etwas verändern. "Jeder Student, der nebenberuflich tätig ist, kann jetzt schon etwas beitragen und seine Mission verfolgen", sagt Frank. Auch er arbeitet zusätzlich zur Uni und sammelt Erfahrungen. Mindestens genauso wichtig sei es aber auch, seine Ideen nicht für sich zu behalten: "Wenn man eine tolle Idee hat, sollte man sich trauen, mit anderen darüber zu sprechen."

Wir erleben das alle jeden Tag: Innovation geschieht in vielen unterschiedlichen Branchen, Berufszweigen und Positionen. Manchmal eignet sich ein Job in der Wirtschaft oder als Jurist*in jedoch besonders gut, um einen Wandel herbeizuführen: Zum Beispiel dann, wenn man als junge Führungskraft neue Impulse geben und einen Großkonzern dabei unterstützen kann, Produktionsketten nachhaltiger und fairer zu gestalten, oder dabei hilft, internationale Player diverser und sozial gerechter aufzustellen.

"Leute in Führungspositionen können was verändern. Sie haben eine Vorbildfunktion und tragen Verantwortung", sagt Frank. Und wenn man Wert darauflegt, sich zu engagieren und gleichzeitig keine finanziellen Sorgen zu haben – fair enough. Daran ist nichts falsch. Sondern vieles richtig.

Dieser Artikel, geschrieben von der ze.tt Branded Content Redaktion, erschien ursprünglich als Sponsored Post auf ze.tt, einem Online-Magazin des ZEIT Verlags.