eufom Praktikum

„Ich habe meine eigene Nachfolgerin eingestellt.“

Die junge Personalerin Yvonne Herth sitzt am Schreibtisch, vor ihr mehrere Bewerbungen: Bei der ersten fehlt das Anschreiben, ein anderer Kandidat ist fachlich nicht qualifiziert. Zwei weitere Bewerber überzeugen Yvonne Herth, also formuliert sie ein Antwortschreiben und lädt zum Vorstellungsgespräch ein. Im nächsten Monat endet das Praktikum der 23-jährigen Münchner eufom Studentin, bis dahin muss sie ihre Nachfolge eingestellt haben.

Yvonne Herth bei der Arbeit (Foto: Privat)

Yvonne Herth, wie fühlt es sich an, die eigene Nachfolge einzustellen?
Großartig! Schließlich durfte ich den Rekrutierungsprozess von der Stellenausschreibung bis hin zur Einstellung selbst mitgestalten – davon könnte ich Stunden lang erzählen! *lacht*

… Berichten Sie doch erst einmal, wie alles begann.
Im Bachelor-Studium „Business Psychology“ steht während des sechsten Semesters ein Praktikum auf dem Lehrplan. Schon vorab recherchierten wir bei der eufom Stellenbörse oder StepStone interessante Praktikumsstellen für die dreimonatige Praxisphase. Ich bewarb mich bei einem Ingenieurbüro, in dem ich zuvor schon als Werkstudentin gearbeitet hatte, diesmal im Recruiting.

Was passierte am ersten Tag?
Eine Kollegin stellte mir die Abteilung vor. Manche Mitarbeiter kannte ich bereits, deshalb war die Aufregung nicht ganz so groß. Im Begrüßungsgespräch erklärte mein Chef mir dann, welche Aufgaben ich übernehmen sollte. Mein erster Gedanke? Das werden drei spannende Monate!

Wurde es wirklich spannend?
Und wie! Zu meinen Aufgaben zählte die Organisation unseres Auftritts bei Berufsmessen oder die Beantwortung von Bewerberfragen. Ein Highlight war die Erstellung eines Newsletters für Studenten im Unternehmen: Ich schrieb Artikel zu Karrieremöglichkeiten, listete interne Stellenausschreibungen auf und lud zum gemeinsamen Frühstück ein.

Yvonne Herth auf einer Messe (Foto: Privat)

Viele verschiedene Aufgaben also…
… die alle eines gemeinsam hatten: Im Recruiting steht der Mensch im Fokus. Es hat riesigen Spaß gemacht, täglich neue Charaktere kennenzulernen. Anstrengend war es aber auch.

Und dann kam der Tag, an dem Sie Ihre Nachfolgerin einstellten…
Das war eher ein kontinuierlicher Prozess: Ich postete die Stellenanzeige, prüfte jede Bewerbung nach festgelegten Kriterien und führte Bewerbungsgespräche. Bei der objektiven Durchführung konnte ich besonders auf mein Wissen aus dem Modul „Psychologische Diagnostik“ zurückgreifen. Anschließend stellte ich die überzeugendste Bewerberin meinem Chef vor und auch der gab sein Okay – ein tolles Gefühl!

Traumjob Recruiting?
Mir ist in den drei Monaten auf jeden Fall klar geworden, dass der Personalbereich genau mein Ding ist. Ich überlege noch, ob ich ein Master-Studium dranhänge oder direkt ins Berufsleben starte. Der eufom Praxisschock hat mir auf jeden Fall gut getan!

Tipp für eufommies:
„Achtet bei der Praktikumssuche nicht auf große Unternehmensnamen! Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht, dass man gerade bei kleinen Unternehmen oder Start-ups am meisten lernen kann – und genau darum geht es ja im Praktikum!“